top of page
Robert Sedlaczek
Journalist und Sachbuchautor
Sprachblog
Gábor Paál vom SWR erklärt "wie man elegant gendert, ohne dass es auffällt"
Es geht auch ohne Sternchen, Doppelpunkte, Schräg- und Unterstriche, meint Gábor Paál, Leiter der Abteilung Wissenschaft und Bildung im SWR. Auch aufwendige Doppelformen wie Schülerinnen und Schüler könne man vermeiden, denn die deutsche Sprache würde viele Möglichkeiten bieten, alle Geschlechter anzusprechen. Auf der Webseite des Senders "Südwestdeutschter Rundfunk" verbreitet er "Sieben Tricks zum schönen Gendern". Die Vorschläge von Gábor Paál haben auch innerbetriebliche

Robert Sedlaczek
vor 4 Tagen3 Min. Lesezeit
Â
Â
Eine Ergänzung zum Thema "rückwärts = hinten" nebst einem amüsanten Beispiel
Meine letzte Kolumne ist auf Widerspruch gestoßen. Zur Erinnerung: Mit Belegstellen von Grillparzer und Doderer habe ich darauf hingewiesen, dass Formulierungen wie "von/nach rückwärts" einmal hochsprachlich waren. Heute werden sie von manchen als Hausmeisterdeutsch angesehen. Diese Sprachempfindungen muss ich ernst nehmen, über Empfindungen lässt sich nicht streiten. Auch den Einwand, dass dieser Gebrauch systemwidrig sei, kann ich nicht widerlegen. Ein Leser wies auf das s

Robert Sedlaczek
26. Nov.2 Min. Lesezeit
Â
Â
Auch Grillparzer und Doderer verwendeten "rückwärts" statt "hinten" - es war einmal österreichisches Hochdeutsch
"Bitte rückwärts einsteigen!" - Der Ruf des Schaffners, wie ich ihn in meiner Jugend oftmals gehört habe, klingt mir noch immer im Ohr. Als Buben sind wir dann manchmal aus Jux mit dem Rücken voran die Stufen hinaufgestiegen, was eine akrobatische Leistung war. Wer "rückwärts" statt "hinten" sagt, will eine Assoziation mit dem als peinlich geltenden Wort "Hintern" vermeiden. Uns war das egal. Wir sagten auch "arschlings". Später, bei der Beschäftigung mit den Eigenheiten de

Robert Sedlaczek
19. Nov.3 Min. Lesezeit
Â
Â
Fasching, Fastnacht, Karneval: Ist das nicht alles ident?
Wer die Zeitungsberichte dieser Tage liest, könnte zu diesem Schluss kommen. Aber in Wirklichkeit muss man die im Titel gestellte Frage mit einem klaren Nein beantworten. Es gibt nicht nur regionale, sondern auch inhaltliche Unterschiede. Beginnen wir beim Karneval. Die rheinischen Narren treffen am elften Elften um elf Uhr elf zusammen, um sich auf ihre Veranstaltungen im folgenden Jahr vorzubereiten. Elf gilt als Schnapszahl, als eine Zahl, die das Narrentum symbolisiert, d

Robert Sedlaczek
12. Nov.2 Min. Lesezeit
Â
Â
"Wegen Urlaubs geschlossen!" Oder: "Wegen Urlaub geschlossen?" Eine knifflige Frage.
"Schau dir das an!" Manfred zeigt auf das Schild im Geschäftseingang. Dort steht: "Wegen Urlaub geschlossen!" Manfred ist entsetzt. "Deutsche Sprache, schwere Sprache! In der Schule sind wird gedrillt worden: Nach 'wegen' gehört immer der Genitiv. Also: Wegen Urlaubs geschlossen!" "Der Deutschlehrer hat es gut gemeint. Aber so einfach ist die Sache nicht. Ich erkläre es dir in einem Beitrag meines nächsten Sprachblogs." o o o Steht vor dem Substantiv weder ein Artikel no

Robert Sedlaczek
5. Nov.2 Min. Lesezeit
Â
Â
Der Tod hat viele Namen
Der Umgang mit dem Tod fällt in unserer Kultur schwer. Deshalb gibt es viele verschleiernde Synonyme für den Tod. Eine davon ist der Sensenmann, auch Schnitter oder Gevatter Tod genannt, es ist eine aus dem Mittelalter stammende personifizierte Allegorie des Todes: Der Tod wird oft als Skelett dargestellt, das mit einer Sense die Menschen niedermäht. Ein ähnlicher Gedanke steckt hinter dem Ausdruck Knochenmann - übrigens der Titel eines Romans von Wolf Haas und dessen Ver

Robert Sedlaczek
29. Okt.1 Min. Lesezeit
Â
Â
Straßenbahnjargon: In der Nazizeit wurde "die Blaue" abgeschafft
Als die Blaue wird im Wien der letzte Kurs einer Linie am Ende des Tages bezeichnet. Ich kenne den Ausdruck aus meiner Jugend. Als ich noch kein Auto hatte, ging es darum, die Fahrpläne genau zu kennen: Wann fährt die letzte Straßenbahn, die es noch zu erwischen gilt? In mein Hirn eingebrannt hat sich der Gedanke: "Die letzte Blaue musst du unbedingt erreichen, für ein Taxi hast du nicht genug Geld." Eine frühere Straßenbahn ohne Hast zu nehmen, war allerdings keine Option.

Robert Sedlaczek
22. Okt.2 Min. Lesezeit
Â
Â
Huawei und Xiaomi - zweiter Versuch
Vor zwei Wochen habe ich an dieser Stelle darüber berichtet, wie die chinesischen Firmennamen Huawei und Xiaomi originalgetreu ausgesprochen werden. Das hat bei meinen Freund Helmut Opletal für Entsetzen gesorgt. Quintessenz seines Mails: Es ist nicht so, wie du glaubst. Aber ich erklär es dir. Er muss es wissen, war er doch viele Jahre hindurch ORF-Korrespondent in Peking und hat die chinesische Sprache erlernt, genau genommen Mandarin. Ich lasse ihn daher hier zu Wort komme

Robert Sedlaczek
15. Okt.2 Min. Lesezeit
Â
Â
Sprachliche Missverständnisse als Sachen zum Lachen
Ich mag Witze, in denen es um eine gescheiterte Kommunikation geht. Hier ein Beispiel, es ist ein Missverständnis zwischen einem deutschen Touristen und einem österreichischen Dialektsprecher, und zwar in einer Alpenregion Österreichs, sagen wir in Tirol: Wie heißt denn der Berg da drüben? Wöchana? Oh, vielen Dank! Es geht auch bösartig, in diesem Fall entpuppt sich der Tourist als Berliner: Jibst da Jemsen? Wos host gsogt? Ops da Jemsen jibt. Bis heit hob i no kane g'se'gn,

Robert Sedlaczek
8. Okt.2 Min. Lesezeit
Â
Â
Wie Huawei und Xiaomi richtig ausgesprochen werden
Fremde Firmennamen richtig auszusprechen, ist oft Glückssache. Zwei chinesische Unternehmungen, deren Produkte heute in aller Munde sind,...

Robert Sedlaczek
1. Okt.1 Min. Lesezeit
Â
Â
Der Öffi-Jargon - liebevoll dokumentiert von Erich Kocina
Neulich bin ich auf ein Buch gestoßen, das ich wärmstens empfehlen möchte: Erich Kocina, "Wiener Öffi-Wörterbuch. Von Angsthäuferl bis...

Robert Sedlaczek
24. Sept.3 Min. Lesezeit
Â
Â
Bertolt Brechts Plagiatsstreit mit dem Österreicher Karl Klammer - heute Buchpräsentation im Bezirksmuseum Döbling
Karl Klammer war mit seiner Übersetzung von Arthur Rimbaud und François Villon ein Wegbereiter des Expressionismus im deutschen...

Robert Sedlaczek
17. Sept.2 Min. Lesezeit
Â
Â
Karl Klammer und der Plagiatsstreit mit Bert Brecht um die Dreigroschenoper - eine Ausstellung im Bezirksmuseum DöblingÂ
Er ist ein vergessener Österreicher und soll nun aus seinem Katakombendasein heraustreten: Karl Klammer, geboren 1879 in der Endphase der...

Robert Sedlaczek
10. Sept.2 Min. Lesezeit
Â
Â
Die neuen Rechtschreibregeln im Detail – neben der teilweisen Sanktionierung des „Deppenapostrophs“ gibt es Gutes und Wissenswertes
Der Rechtschreibrat – ein Gremium von etwa 40 Personen aus sieben deutschsprachigen Ländern bzw. Regionen – hat neue Regeln zur...

Robert Sedlaczek
3. Sept.3 Min. Lesezeit
Â
Â
Altweibersommer: So irrt sich die Künstliche Intelligenz
Neulich kam ich auf die Idee, eine Suchmaschine, die mit Künstlicher Intelligenz ausgestattet ist, zu befragen: Was ist der...

Robert Sedlaczek
27. Aug.2 Min. Lesezeit
Â
Â
„Nur wer im Wohlstand lebt, lebt angenehm“ – von wem stammt diese Wendung?
Natürlich von Bertolt Brecht, werden viele sagen, es handelt sich um ein Zitat aus der Dreigroschenoper: Die Ballade vom angenehmen...

Robert Sedlaczek
20. Aug.2 Min. Lesezeit
Â
Â
Im deutschen Bundeskanzleramt sind Gendersternchen und Binnen-I ab sofort verboten
Der Kulturstaatsminister Wolfram Weimer hat seine Mitarbeiter im Bundeskanzleramt angewiesen, keine Gendersprache zu benützen. Wie...

Robert Sedlaczek
6. Aug.3 Min. Lesezeit
Â
Â
Darf ein Mann zu seiner Liebsten "Weibi" sagen?
"Stell dir vor: Der Hans sagt zu seiner Frau Weibi!" - "Na und? Ist doch liebevoll." - "Nein, ist ziemlich abwertend." - "Also ich würde...

Robert Sedlaczek
30. Juli2 Min. Lesezeit
Â
Â
"Verlieren wir nicht unser österreichisches Deutsch!"
Das ist der Titel eines Gastbeitrags von Paul Mychalewicz in der Tageszeitung "Die Presse", erschienen am 17. Juli 2025. Ausgehend von...

Robert Sedlaczek
23. Juli2 Min. Lesezeit
Â
Â
Sprachforscher startet Umfrage zur österreichischen Hochsprache und sucht Teilnehmer
Im deutschen Sprachraum unterscheiden wir zwischen Hochsprache, Umgangssprache und Dialekt. Dass das Wienerische, Kärtnerische,...

Robert Sedlaczek
16. Juli2 Min. Lesezeit
Â
Â
bottom of page